21 August 2006

gehorsam

"ich denke, es passiert nicht nur in islamischen, sondern in allen gesellschaften, dass wir menschen haben, die durch diese autoritäre gehorsamkeit, erziehung, kein eigenes selbst entwickeln können. da ist kein zentrum. ihre identität basiert dann auf der identifikationen mit autoritären figuren. denn diese menschen sind im grunde identitätslos, leer. solche menschen müssen, um sich stark zu fühlen, einer ideologie beitreten. und heldentaten ausführen, wodurch sie für einen moment wenigstens fühlen, dass sie ausgefüllt sind, das sie ein mensch sind. natürlich trägt dazu die armut bei, besonders in der dritten welt, auch die demütigungen, der diese menschen ausgesetzt sind. wenn wir wirklich was gegen den terrorismus tun möchten, da müssen wir dort ansetzen. menschen müssen ein würdevolles leben für sich aufbauen können. diese zwei dinge, die bush überhaupt nicht unterstützt, sind die wahren antworten auf das problem des terrorismus. ob es islamischer, jüdischer, palästinensischer ist, ob in tschetschenien, sri lanka oder wo auch immer. wir haben es jedes mal mit einem nährboden zu tun, der auf armut, auf entwürdigung, darauf, dass menschen keinen sinn haben, gründet. der terrorismus gibt den menschen für einen moment das gefühl, das sie jemand sind."

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